Eine Buntfläche schaffen

Jeder von uns hat das Recht, in seiner Stadt oder seiner Gemeinde Grünflächen zu besuchen. Was aber, wenn die Grünflächen gar nicht mehr so toll aussehen?  Habt Ihr Euch auch schon mal so richtig über die Grünflächen in Eurer Stadt aufgeregt? Weil sie verwahrlost sind? Oder weil Sie mit der Pflege oder Gestaltung total unzufrieden sind.

Wie wäre es, wenn Sie es in die Hand nehmen und die Grünfläche nach Ihren Vorstellungen umgestalten? Ideen gibt es mehr als genug:

  1. ein bunte Blumenwiese für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Kleininsekten
  2. ein Gemeinschaftsgartenprojekt gründen
  3. ein Staudenbeet anlegen
  4. Ein Naturerlebnisraum für Kinder anlegen

Aber wie fängt man es nun am schlausten an? Einfach loslegen geht nicht. Ein paar Sachen sollte man sich vorher gut überlegen:

  1. Wer ist für die Fläche verantwortlich? Welches Grünflächenamt. Oder der Gemeinderat. Oder gar ein privater Träger.
  2. Gibt es andere (berechtigte) Interessen, die Eurer Idee entgegenlaufen? Bei uns vor der Tür ist es der Landeplatz des Rettungshubschraubers. Natürlich haben auch Hundebesitzer und Freizeitsportler ein berechtigtes Interesse.
  3. Was kostet meine Idee? Selbst wenn viele mit anpacken: Veränderung kostet Geld! Von Zeit sprechen wir hier gar nicht. Also ein Konzept muss her.
  4. Wer übernimmt die laufende Betreuung und Pflege.
  5. Wie soll das alles organisiert werden. Soll alles privat organisiert werden oder ein soll (muss) ein Verein dahinter stehen.
  6. Wie ist das bei Gemeinschaftsgarten – Projekte mit Versicherungspflichten?

Eine ganze Menge Fragen. Nur ich denke, es macht Sinn sich darüber einen Kopf zu machen.

Nach meiner Erfahrung sind Grünflächenämter offen gegenüber Ideen, die das Amt kein Geld kosten. Und wo vor allem niemand ausgeschlossen wird. Erstaunlicherweise wird dann sogar häufig Hilfe angeboten. Technik ist ja genügend vorhanden. Und wenn das Projekt nicht zu groß und gewagt erscheint, dann ist auch der Rückhalt in der Bevölkerung groß. Flächen gibt es jedenfalls mehr als genug.

Ich habe in Weißenfels / Sachsen – Anhalt drei Verkehrskreisel und ein  kleines Beet völlig problemlos neu bepflanzen dürfen. Keine Einwände seitens der Stadt. Der Grund: die Bepflanzung die da war, sah total verwahrlost aus und Nutzungsansprüche Dritter gab es auch nicht. Und jetzt das Beste: Es gab sogar Geld. Aus einem EU – Fond heraus.

Bei Gemeinschaftsgärten oder Projekten, die nur wenigen zu Gute kommen, ist der Fall nicht ganz so einfach und es müssen noch ganz andere Sachen bedacht werden. Dazu kann ich Euch aber einen guten Link empfehlen: http://www.netzwerk-nachbarschaft.net/home/45-checklisten/76-checkliste-gemeinschaftsgarten.html

Sie kennen interessante Initiativen oder betreiben selbst ein Buntflächen – Projekt? Schreiben Sie mir. Ich berichte gern darüber. Nutzen Sie dazu bitte unser Kontaktformular oder schreiben Sie ein Mail an gartenkollektiv@bewildlife.de

Liebe Grüße, Lars

 

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