Dauerhafte Staudenbeete

Man muss kein Fachmann um tolle Staudenbeete anzulegen. Und stundenlang mit pflegen, wässern und jäten im Garten zu verbringen, ist im Grunde genau so überflüssig. Wenn Sie einige Regeln beachten, dann verwandelt sich auch ihr Garten in einen wundervollen Staudengarten. Das Prinzip dahinter brachte Karl Foerster sehr gut auf den Punkt, als er von Stauden für den „intelligenten Faulen“ sprach.

Natürlich weiß ich, dass gerade Stauden eine Menge Arbeit machen können. Was also machen, wenn einzelne die Pflanzen in ihrem Wuchs nachlassen, die Horste im Inneren immer dünner werden? Dann müssen die Pflanzen ausgegraben, geteilt und wieder verpflanzt werden. Eine notwendige Arbeit zum Erhalt der Pflanzen. Dummerweise steht davon beim Kauf der Pflanzen nichts auf dem Pflanzschild. Kein Wort darüber, dass eines Tages diese Arbeit anstehen könnte.

Das wichtigste zuerst

Der richtige Standort ist die halbe Miete. Das Schattenstauden in den Schatten und Sonnenfreunde in die Sonne gehören, sollte, muss klar sein. Selbst die robustesten und langlebigsten Stauden kümmern am falschen Platz. Genau so verhält es sich mit Stauden, denen der Boden nicht zusagt: zu trocken, zu feucht, zu sauer, zu kalkhaltig.

Gerade bei neu angelegten Gärten ist die rechte Standortbestimmung gar nicht so leicht. Natürlich wird der gepflanzte Baum eines Tages viel Schatten werfen, aber bis es soweit ist, fühlen sich die Sonnenkinder eben pudelwohl.

Langlebige Stauden und Gräser

Auch wenn es die Gartenbauer und Gartencenter jetzt nicht gern hören: Ja, es gibt Stauden und Gräser, die einmal gepflanzt viele Jahre am gleichen Standort überzeugen können, ohne dabei schlapp zu machen. Die froh und munter wachsen, blühen und jedes Jahr von neuem Gartenfreude bereiten.

Für einen sonnigen Platz im Garten bieten sich Pfingstrosen geradezu an. Ich kenne Bauerngarten mit Pfingstrosen, wo diese schon 20 und mehr Jahre am gleichen Platz stehen, ohne ihre Blühfreude zu verlieren. Bergenien überzeugen genau so und bedecken dabei den Boden so gut, dass Unkraut hier kaum noch Chancen hat. Freilich sollten Bergenien eher einen trockenen Boden vorfinden. Sagt ihnen der Platz im Beet zu, dann bilden sie große, pflegeleichte Gruppen. Viele Jahre ausdauern im Beet sind auch folgende Stauden: Ziest, Sonnenhut (Rudbeckia), Sonnenaugen (Heliopsis), Alpenknöterich und Schlangenknöterich.

Chinaschilf ist auch ein guter Kandidat für diesen Bepflanzungsstil. Genauso wie Yuccapalmen und Hohes Herbstsedum (trockener Boden!). Acanthus hungaricus (Balkan-Bärenklau) und Kugeldisteln (nur die Echinops banaticus!!!) gehören auch in diese Aufzählung.

Kommen wir in den Halbschatten. Dort, wo um die Mittagstunden keine Sonne ist und die Pflanzen auch im Hochsommer eher kühler stehen. Hier ist die Palette nicht minder umfangreich. Hart im nehmen ist der einheimische Waldgeißbart. Genau wie Silberkerzen, Schaublätter und der Großblättrigen Frauenmantel (Alchemilla mollis.

Nicht vergessen darf man auch die großblättrigen Hostas nicht, die durchaus viele  Jahre problemlos an einem Standort stehen können. Als wüchsige und langlebige Bodendecker bieten sich für den Halbschatten einige Elfenblumen, die Golderdbeere (Waldsteinia geoides) und Geranium – Arten an.

Fazit

Wer mit einer überschaubaren Anzahl an verschiedenen Staudenarten und Gräsern gut leben kann, für den ist dieses Bepflanzungskonzept hervorragend geeignet. Bedenken sollte man, dass unsere hier vorgestellten Stauden und Gräser eine gewisse Zeit brauchen, um ihre volle Schönheit zu entfalten.

Setzen sie die Pflanzen nicht zu eng. Und immer in kleine Gruppen von mindestens drei bis fünf Stück (Bodendecker entsprechend mehr). Bevor sich der Bestand schließt und der Boden komplett bedeckt ist, können Sie zwischen die Pflanzen verschiedenste Einjährige Blumen säen, zum Beispiel Junfer-im-Grünen, Kornblumen, Goldmohn, Buntschopfsalbei. Aber auch Argentinisches Eisenkraut (Verbena bonariensis), Präriekerzen (Gaura) und viele andere eignen sich dafür.

Haben Sie Fragen? Oder benötigen einen Rat? Nehmen Sie Kontakt mit dem GartenKollektiv auf.

Herzlichst, Lars Schönberg für das GartenKollektiv

 

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